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Schwesternschaft des Hessischen Diakonievereins, Darmstadt

Es sind mancherlei Gaben;
aber es ist ein Geist.
Es sind mancherlei Ämter;
aber es ist ein Herr.
Es sind mancherlei Kräfte;
aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allen.
Wahlspruch, 1. Kor. 12,4-6

Der Hessische Diakonieverein e.V. Darmstadt (im folgenden HDV) wurde am 13. Juni 1906 auf Anregung der „Freien landeskirchlichen Vereinigung“ unter den folgenden Gesichtspunkten gegründet:

  1. Berücksichtigung des Selbstständigkeitsstrebens in der Frauenwelt bei Ausbildung, Anstellung und Versorgung der Schwestern.
  2. Gründlichkeit in der religiösen Vertiefung und medizinischen Ausbildung für die Krankenpflege und Gemeindediakonie.
  3. Klares, sachentsprechendes Verhältnis der Vereinsleitung zu der Leitung der Gemeinden und Krankenhäusern, in denen die Schwestern zu arbeiten haben.

Der Pfarrer der Darmstädter Johannesgemeinde, D. Johannes Guyot, war der Initiator und auch der 1. Vorsitzende des HDV.

Die Kontakte zu Prof. Zimmer und seinem Werk, dem Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf, veranlassten die Gründer, nicht das Mutterhaussystem, sondern die Vereinsform zu wählen.

Mit ihrem Wahlspruch aus I. Kor. 12, 4-6 bejaht die Schwesternschaft des Hessischen Diakonievereins ausdrücklich die Vielfalt an Gaben und Kräften, die in unserer Gemeinschaft wirken und sie bereichern. Gleichzeitig bekennen wir uns damit zu dem einen Gott, der uns in Jesus Christus durch seinen Heiligen Geist miteinander verbindet.

Von Beginn an gehörte ein hohes Maß an Selbstständigkeit für die Schwestern des Hessischen Diakonievereins zum Konzept. Eine fundierte Ausbildung, angemessene Gehälter und die Möglichkeit, auch als verheiratete Frau Diakonieschwester zu bleiben, verdeutlichen dies. Weitere Schritte auf dem Weg hin zu einer weltoffenen Gemeinschaft waren 1949 die ökumenische Öffnung für Angehörige von Kirchen der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen), die frühe Aufnahme von Männern und der Zugang auch für Beschäftigte außerhalb des Pflegeberufs 2004.

Die Pluralität der Lebensentwürfe und -gestaltung ist heute ein hervorragendes Kennzeichen unserer Schwesternschaft: Dabei besteht unsere Verbindung nicht mehr im Tragen einer Tracht, sondern durch eine lebendige, diakonische und engagierte Geisteshaltung. Äußeres Zeichen der Zugehörigkeit ist bis heute die Schwesternschaftsbrosche.

Heute gehören unserer Schwesternschaft etwa 430 Frauen und Männer an, die überwiegend in den Senioren-Pflegeeinrichtungen arbeiten, die in der Tradition des Hessischen Diakonievereins stehen. Sie tragen wesentlich dazu bei, vor Ort das diakonische Profil zu schärfen. In diesem Engagement werden sie durch diakonische Fort- und Weiterbildungsangebote der Schwesternschaft unterstützt.

 

Mitglieder der Schwesternschaft bei einem Studientag in Bensheim

Mitglieder der Schwesternschaft bei einem Studientag in Bensheim

Schwesternschaft des Hessischen Diakonievereins, Darmstadt

Heimathaus der Schwesternschaft des Hessischen Diakonievereins e.V.
Freiligrathstr. 8
64285 Darmstadt
Tel.: +49 (0) 6151 6011 983
Fax.: +49 (0) 6151 6011 984
E-Mail: info@hdv-darmstadt.de

Vorstand:
Pfarrer Werner Böck (Vorsitzender)
Oberin Doris Dörfer (stellv. Vorsitzende)
Pfarrer Dr. Martin Zentgraf

Mehr Informationen unter:
www.hdv-darmstadt.de