|
Das Missionshaus Malche e.V., früher „Frauenmission Malche“, ist ein
freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche. Es umfasst eine
kirchlich-theologische Fachschule für Gemeindepädagogik, eine Schwestern-
und Bruderschaft sowie ein kleines Gäste- und Tagungshaus.
Das Werk wurde 1898 als „Bibelhaus“ gegründet, in dem Frauen in
einjährigen Bibelkursen auf den missionarischen und diakonischen Dienst an
Frauen und Kindern im In- und Ausland vorbereitet wurden. Die erste
Trägerin der Arbeit war die in der Erweckungsbewegung jener Jahre
wurzelnde Familie von Hochstetter. Ihr Wohnsitz lag in dem kleinen Tal „Malche“
bei Bad Freienwalde an der Oder, dem heutigen Stammsitz des Werkes.
Heute bietet die Malche im Rahmen ihrer staatlich anerkannten
Ergänzungsschule ein-, zwei-, drei- oder vierjährige Studiengänge zur
Vorbereitung auf den ehren- bzw. hauptamtlichen christlichen
Verkündigungsdienst an. Die Ausbildung ist BAföG-berechtigt und kirchlich
anerkannt. Für die Zeit ihres Studiums sind die Studierenden in
Internatsräumen auf dem Malche-Gelände untergebracht. |
| |
Missionshaus Malche e.V.
Kirchlich-theologische Fachschule
Ev. Schwestern- und Bruderschaft Gäste- und Tagungshaus Malche 1
16259 Bad Freienwalde
Tel.: 033 44 - 4297-0
Fax: 033 44 - 4297-11
E-Mail: info@malche.net
Web: www.missionshaus-malche.de
Leitung und Zentrale:
Oberin: Sr. Wilma Strudthoff
Leiter der Fachschule: Joram Luttenberger
Leiter der Verwaltung: Gerhard Grusenick
Wahlspruch:
Jesus Christus ist darum für alle gestorben, damit die, die da leben,
hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und
auferstanden ist. (2. Kor 5,15) |
|
So besteht die Besonderheit eines Vollzeitstudiums in der Malche in der
Verbindung von theologisch-pädagogischer Arbeit und bewusst gestaltetem
gemeinsamen Leben, das mit im Tal wohnenden Ruhestandsschwestern und
Mitarbeitenden praktiziert wird. Dabei wird die Vielfalt der geistlichen
Prägungen im täglichen Miteinander als Geschenk und Reichtum erfahren.
Über die Ausbildung hinaus gibt es verschiedene Angebote zur Begleitung
von Absolventen/innen. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen fördern die
berufliche Qualifikation. Kontakte durch Rundbriefe, Regionaltage,
Rüstzeiten und gegenseitige Besuche schaffen Verbindung. Der Eintritt in
die Schwestern- und Bruderschaft vertieft diese Verbindung.
Ursprünglich war die Zugehörigkeit zur Schwesternschaft von
rechtsverbindlich geschlossenen Dienstverträgen abhängig. Im Laufe der
Geschichte entwickelten sich andere Formen der beruflichen Anstellung.
Heute ist die Malche-Schwestern- und Bruderschaft eine Gemeinschaft, die
für ihre Mitglieder keine rechtliche Funktion mehr hat, sondern eine
seelsorgerliche. Die Schwestern und Brüder wissen sich durch regelmäßige
Fürbitte getragen, können Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen und
ihrerseits andere unterstützen. Eine der wichtigsten Aufgaben der
Gemeinschaft ist es, die Ausbildungsstätte geistlich und finanziell
mitzuverantworten.
Nach Abschluss des Studiums oder mindestens einjähriger Arbeits- und
Lebensgemeinschaft mit der Hausgemeinde in Bad Freienwalde besteht die
Möglichkeit, der Schwestern- und Bruderschaft beizutreten. Über die
Aufnahme entscheidet die Schwestern- und Brüderversammlung. Verheiratete
sind den Unverheirateten gleichgestellt und können eingesegnet werden.