Wir sind eine Gemeinschaft von Frauen und Männern in der evangelischen
Kirche, die in der Pflege kranker und alter Menschen sowie in der
Unterstützung von Familien in Krisensituationen ihre Hauptaufgabe sehen,
die sich und ihren Dienst an Jesus Christus ausrichten und dadurch
Diakonie sichtbar machen.
1913 wurde auf Initiative der Pfarrer
des Herrenberger Kirchenbezirks der „Verband für besoldete
Krankenpflegerinnen christlicher Gesinnung“ gegründet. Sein Zweck war die
Gewinnung und Ausbildung von Krankenschwestern für die Arbeit in der
ambulanten Pflege. In sorgfältiger Vorberatung mit den bestehenden
Mutterhäusern innerhalb der württembergischen Landeskirche entstand hier
eine neue Schwesternschaft für evangelische Frauen, die sich zur
Krankenpflege im Namen Jesu berufen wussten, aber nicht zum Weg einer
Diakonisse. Die Zugehörigkeit zur Schwesternschaft blieb grundsätzlich
freiwillig und eigener Verdienst und Rentenanspruch machten ein
unabhängiges Leben – auch im Ruhestand – möglich.
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Evangelische Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal
Hildrizhauser Str. 29 71083 Herrenberg Tel: 07032 - 2060 E-Mail:
post@evdiak.de
Web: www.evdiak.de
Vorstand: Günter Knoll (leitender Pfarrer) Ines Sauter
(Oberin) Erich Schneider (Verwaltungsdirektor)
Wahlspruch:
Gott spricht: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf,
erkennt ihr’s denn nicht?“
(Jahreslosung 2007 aus Jesaja 43, 19) |
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1926 gründeten Heidi Denzel und Ida Rall die
Hausschwesternarbeit als Arbeitszweig des Evangelischen Volksbundes. Ziel
war es, Frauen durch die Ausbildung zur Hausschwester (heute
Familienpflegerin bzw. Familienpfleger) zu befähigen, Familien in
Krankheits- und Notsituationen zu unterstützen. Die daraus entstehende
Schwesternschaft fand später ihren Sitz in Korntal.
1957 kam es zum Zusammenschluss mit der Landschwesternschaft,
die 1947 von Dekan Theodor Gerhardt in Heilbronn gegründet worden war.
2007 Nach einiger Zeit der verstärkten Zusammenarbeit und des
Sich-Annäherns schlossen sich die „Herrenberger“ und die “Korntaler“ zu
einer Gemeinschaft zusammen.
Heute Das Mutterhaus in Herrenberg mit der Mutterhauskirche ist
Zentrum und Begegnungsstätte der Schwesternschaft. Das ehemalige
Mutterhaus in Korntal bleibt ein weiterer wichtiger Treffpunkt. Als
Glaubens-, Dienst- und Weggemeinschaft sehen wir unsere Schwerpunkte in
der Ausbildung, in fachlicher Fortbildung und geistlicher Zurüstung der
Schwestern und Brüder für ihren diakonischen Dienst und in der
gegenseitigen Begleitung.
Zu unserer Gemeinschaft gehören ca. 560 Frauen und Männer, Ledige und
Verheiratete, darunter auch Mitglieder anderer Konfessionen mit gleichen
Rechten und Pflichten. Mitbeteiligung möglichst vieler Mitglieder an den
wesentlichen Angelegenheiten der Schwesternschaft ist ein wichtiges
Anliegen.
Die Krankenpflegeausbildung erfolgt am Kreiskrankenhaus Herrenberg und
am Krankenhaus Siloah in Pforzheim, die praktische Altenpflegeausbildung
in unseren Pflegeeinrichtungen. Die Ausbildung in der Familienpflege
erfolgt an der Schule in Korntal. Unsere Schwestern und Brüder arbeiten in
der Kranken- und Altenpflege in Krankenhäusern, in Alteneinrichtungen, in
der ambulanten Krankenpflege sowie in Familien. Mitgliedschaft ist auch in
der Familienphase oder bei Ausübung eines anderen Berufes möglich. Immer
wieder sind auch Mitglieder im Ausland tätig. Dies bringt für die ganze
Gemeinschaft eine wertvolle Bereicherung.
Die Schwesternschaft ist Trägerin von 4 Alten- und Pflegeheimen.
Darüber hinaus sind wir engagiert in der Hospizarbeit und bieten jungen
Menschen ein Orientierungs- und Berufsfindungsjahr an. Dem Mutterhaus
angegliedert ist eine Tagungs- und Begegnungsstätte. Sie ist über den
eigenen Bedarf hinaus offen für Gästegruppen und Einzelgäste. Zunehmend
sehen wir einen ganz eigenen Auftrag in der Gästearbeit.
Die Diakonieschwesternschaft legt großen Wert auf ein enges und
selbstverständliches Verhältnis zu den Ortsgemeinden und zur
württembergischen Landeskirche. Daneben bestehen verschiedene ökumenische
Kontakte im In- und Ausland, die zu engeren Beziehungen geführt haben und
den eigenen Horizont erweitern.
Unser Zeichen
Rund und farbig ist es und dynamisch bewegt.
Ein Kreuz, dessen Balken von weit her zu kommen scheinen, verbindet Himmel
und Erde: nur zusammen bilden sie das Ganze.
Und da beginnt etwas von oben her, im Himmel, von Gott her. Ein zartes
Gewächs. Tief geht es zunächst hinab auf die Erde, bis es den Kreuzbalken
quert und wieder nach oben wächst in das Blau des Himmels und sich dort
dreifach entfaltet. Es hat offenbar große Kraft, schafft sich Raum.
Was da aufwächst: Blätter eines Keimlings? Blütenblätter? Dreifache
Frucht? Dynamik der Menschwerdung Gottes, Dynamik des Geistes, Dynamik der
Schöpfung – der dreieinige Gott ist am Werk.
Neues entsteht – und wir sind mittendrin.